Negroni Rezept: Der Klassiker mit Tanqueray Gin
Wenn draußen der November grau wird, darf es im Glas ruhig etwas kräftiger werden. Der Negroni ist genau dafür gemacht: bittersüß, aromatisch und mit einer schönen tiefroten Farbe, die gut in die Vorweihnachtszeit passt. Du brauchst nur drei Zutaten zu gleichen Teilen, ein Glas mit Eis und einen Löffel – geschüttelt wird hier nicht.

Das Grundrezept
Der klassische Negroni folgt einer einfachen Regel: Gin, Bitter und roter Wermut im Verhältnis 1:1:1. Damit liegst du immer richtig:
- 30 ml Gin, zum Beispiel Tanqueray London Dry
- 30 ml Campari
- 30 ml roter, süßer Wermut
- 1 Streifen Orangenschale
- Eis, am besten ein großer Würfel fürs Glas
Gib alle drei Zutaten in ein Rührglas mit reichlich Eis und rühre etwa 20 bis 30 Sekunden ruhig um. So wird der Drink kalt und bekommt genau so viel Wasser, dass die Aromen sich verbinden. Dann in einen Tumbler auf einen großen, frischen Eiswürfel abseihen. Zum Schluss die Orangenschale über dem Glas leicht knicken, damit die ätherischen Öle auf den Drink sprühen, und als Garnitur ins Glas legen.
Kein Rührglas zur Hand? Dann rührst du den Negroni direkt im Tumbler auf Eis an. Das geht schneller und funktioniert für zu Hause völlig.
Warum ein London Dry Gin so gut passt
Campari und Wermut bringen viel mit: Bitterorange, Kräuter, Süße und Würze. Der Gin hat die Aufgabe, dem Drink Rückgrat und Frische zu geben. Ein sehr floraler oder fruchtiger Gin geht dabei leicht unter. Ein klassischer London Dry ist deshalb die sicherste Wahl.
Tanqueray London Dry kommt mit nur vier Botanicals aus: Wacholder, Koriander, Angelika und Süßholz. Das Ergebnis ist klar, trocken und deutlich wacholderbetont, mit Noten von Zitrus und Kräutern. Mit 43,1 % vol. hat er genug Kraft, um sich neben dem Bitter zu behaupten, ohne den Drink scharf zu machen.
Der Wermut macht den Unterschied
Beim Wermut lohnt es sich, ein wenig zu probieren, denn er bestimmt, wie rund oder würzig dein Negroni wird. Klassisch nimmt man einen roten, süßen Wermut aus Italien. Für eine winterliche Variante kannst du einen gewürzbetonten Wermut verwenden, etwa den Vermut No Passis Pena aus Mallorca. Er wird aus Mantonegro-Wein hergestellt, hat eine dunkle Mahagonifarbe und duftet nach süßen Gewürzen mit deutlichem Hang zu Zimt und Nelke, dazu kommt ein Hauch Rosine. Im Negroni ergibt das einen besonders warmen, adventlichen Drink.
Wichtig: Wermut ist ein aromatisierter Wein. Nach dem Öffnen gehört die Flasche verschlossen in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Wochen getrunken werden. Gin und Campari kannst du dagegen aufrecht, dunkel und nicht zu warm im Schrank lagern.
Abwandlungen und kleine Fehler
Wenn dir der Negroni zu bitter ist, musst du nicht gleich aufgeben. Ein paar Stellschrauben helfen:
- Zu bitter? Etwas weniger Campari, etwa 20 ml, und dafür 5 ml mehr Wermut.
- Zu süß? Den Gin-Anteil leicht erhöhen, zum Beispiel auf 40 ml.
- Wässrig? Kürzer rühren und immer frisches Eis ins Glas geben, nicht das Eis aus dem Rührglas.
- Zu kräftig? Ersetze den Gin durch Soda – dann hast du einen Americano, den leichteren Vorgänger des Negroni.
Food-Pairing und Geschenkidee
Der Negroni ist ein klassischer Aperitif und weckt vor dem Essen den Appetit. Dazu passen salzige Kleinigkeiten: grüne Oliven, gesalzene Mandeln, Grissini, Parmesan oder ein paar Scheiben Salami. Auch zu einem Stück dunkler Schokolade mit Orange macht er sich gut, wenn du ihn lieber zum Ausklang des Abends trinkst. Wegen seines Alkoholgehalts ist ein Negroni ein Drink zum langsamen Genießen – einer pro Abend reicht völlig.
Für Weihnachten ist ein Negroni-Trio eine schöne Geschenkidee: eine Flasche Gin, ein Bitter und ein Wermut, dazu zwei schwere Tumbler und eine Karte mit dem Rezept. So bekommt die beschenkte Person gleich alles für den ersten Drink. Weitere Aperitifs und Bitter dafür findest du in unserer Auswahl an Aperitifs und Likören.
Genieße verantwortungsvoll. Verkauf nur an Personen ab 18 Jahren.